No. 16.314

SCHON  WIEDER:

NOCH  EINEN  KNICK  IN  DER  LINSE

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Ich hab meinem Hirn beim TV-Konsum einen Kinken verpasst!

Habe Jahre als  Couch-Potato  im seitlichen Liegen verprasst.

Die schräge Lage hat mit der Zeit meine Perspektive angepasst:

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Sitz ich selten mal aufrecht, hat der Winkel sich verstellt.

Sehe nur im Lot,

wenn ein Kissen den Kopf schräg auf der Schulter hält!

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Der Optiker rät zu einer Perspektiven-Brille für viel Geld,

der Orthopäde hat als Therapie die Streckbank gewählt,

der Osteopath hat zur Diagnose den Notar dazu bestellt.

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Ich mach es kurz: Denn das einzige in der Welt,

was meinen Knick in der Linse erhellt,

ist Stehen beim Essen, Stehen im Schlafen, wo es mit gefällt.

Das TV und die Couch sind längst schon ab- und weggestellt.

Leider hat sich eine gewisse Farbblindheit dazugesellt.

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Erhob Klage mit dieser Geschichte, denn betrachtet bei Lichte

macht das TV-Programm doch jede aufrechte Haltung zunichte!

Bin abgeblitzt vor Gerichte – seitdem schreib ich wieder Gedichte.