No. 10.350

2021-07-31 - 12:27
© 2006-2021 Gerd Peter Bischoff

DAS  RICHTFEST

Man hat sich getraut

Das Haus ist endlich gebaut!

·

Ja, da rätselt der Fachmann,

trinkt aus seinem Flachmann

Und der Laie schweigt verblüfft,

glotzt am Ende wie bekifft

·

Nur der Behördenvertreter

kam  wie  immer  später

.

Das Richtfest war eine Gaudi

auf dem Spieß – die fette Sau, die!

.

Es stiegen die Raketen. Es floss der Met

Die Verwandtschaft kam zu spät,

die Feuerwehr kam später

.

Als  letztes  ging  der

Behördenvertreter!


No. 10.343

2021-07-30 - 12:33
© 2006-2021 Gerd Peter Bischoff

DER  RHABARBERKUCHEN

–  •  –

Ich musste fluchen

über den Rhabarberkuchen:

Der war so sauer!

Ich fuhr zuerst zum Bäcker

und dann direkt zum Bauer.

–  ◊  –

Der Bäcker hörte mein Gemecker

über meine Magenwand.

Das läge an der Vielfalt der Geschmäcker

und gleichfalls auf der Hand.

–  ♦ 

Der Bauer saß hoch „zu Trecker“

und raste durch die Rhabarberäcker.

Er streute etwas  –  ich sah es ganz genau !

Doch den Tipp mit dem Zucker gab mir erst seine Frau.


No. 10.313

2021-07-23 - 11:23
© 2006-2021 Gerd Peter Bischoff

Das  neue  Wohnmodell

+

Vom  Wohnsinn  zum  Wahnsinn

Fest etabliert und bodenständig wie ihr

Aber der Wahnsinn wohnt jetzt h i e r :

+

Home Office and homeschooling

Kids are drooling, fooling, duelling

No aiccon cooling, but chaos ruling

+

Mit 6 Personen in einer Wohnung

Keine Ruhe, Rast und Schonung

Zu teuer!  Die Kosten = ungeheuer

+

Deswegen müssen sie bald hinaus

und ziehen in ein gemütliches

"tiny house"


No. 10.312

2021-07-22 - 11:52
© 2006-2021 Gerd Peter Bischoff

NARRENGLÜCK

+

Hackedicht oder hackebreit

ist eine Frage der Menge und der Zeit

+

Das eine ist ein Zustand – das andere ein Maß

Der Narren Glück ist der ungetrübte Spaß

+

Egal – Ob dicht oder breit:

Es reicht für Narren eine halbe Ewigkeit!

.

P.S.

Nur bei der Machtbesessenheit

gilt jegliche Art von Glückseligkeit

als Schwäche das Paradies ist ewig weit

weg!

Narren  mit  Macht ?  Oh  Schreck !


No. 10.282

2021-07-10 - 16:56
© 2006-2021 Gerd Peter Bischoff

DER  INDISCHE  KÄFER

Ein Käfer roch mein' Schwarztee

und stürzte sich hinein.

Und bevor ich ihn tot seh',

fass ich flink hinein.

Erwische nur den kleinen Zeh

und nicht das ganze Bein.

Das tut zwar besonders weh,

aber besser als verbrüht sein.

Ich geb' ihm einen Tropfen Branntwein.

Das Vieh liegt auf der Schüssel,

im Alkohol den Rüssel.

Was ich an der Narkose aber nicht versteh,

das Vieh muss wohl betrunken sein:

Fliegt torkelnd weiter in mein Rotwein.

Bevor ich das Glas ausschütten geh,

da fällt mir etwas ein:

Der Käfer ist aus Indien,

gewohnt im Tee zu sündijen;

er war stets froh bei mir zu sein.

Jetzt aber, benässt und trunken,

da hat es ihm gestunken!

Schiss noch auf meinen Erdbeerkuchen!

Fuchtelnd und laut am fluchen

schlug ich auf ihn ein . . .

Flink erhob er sich

und flog beleidigt heim

Das kann jetzt an sich

nur das Heim- und Fernweh sein!

Aus: Mit Gedichten Humor belichten

tredition verlag - - hamburg


No. 10.278

2021-07-09 - 09:55
© 2006-2021 Gerd Peter Bischoff

Welcher Täter kommt stets nach der Tat?

Der Sanitäter. Der kam immer später

•     ◊     •

Deshalb hier sein guter Rat

Geht es zu Zechtour, Händel oder Heirat:

buch' den Sanitäter zeitig – denn so rät er!

•     ◊     •

Komm'ste zwischen Straf- und Übeltäter

oder biste ein mit Beulen Übersäter

wird er später dein Wohltäter.