No. 5157

2017-06-20 - 14:00
© 2006-2026 Gerd Peter Bischoff

( 267 )

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DUMM  SEIN – ODER  DUMM  SCHEINEN

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Er war genügsam und auch recht bescheiden,

ihm gelang es jeden großen Aufwand zu vermeiden.

Es ging ihm gut, er war zufrieden,

ein glücklich langes Leben war ihm so beschieden.

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Er galt zwar als ein wenig dumm und anspruchslos.

Aber niemand wusste von seinem großen Los,

das er vor vielen Jahren bar erwarb.

Der Gewinn nährte ihn fürstlich. Bis er dann verstarb.

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Nachdem sie ihn begruben, da wurde endlich klar,

dass der Verblichene gar nicht dumm gewesen war.

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Dem wurde man gewahr, als die erwartungsvolle Schar

beim hiesigen Notar – zur Testamentsvollstreckung war.

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Sie hatten aus Tagebüchern sein Dasein rekonstruiert,

erst dadurch hat die Verwandtschaft reichlich spät kapiert:

Nur wenn Erblasser keinen opulenten Lebensstil betreiben,

kann für die Nachkommen ordentlich etwas übrig bleiben!

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Aus meinem Gedichtband 2

in Vorbereitung


No. 5150

2017-06-20 - 13:47
© 2006-2026 Gerd Peter Bischoff

( 274 )

 

Ein Stammtischfest für die Sinne:

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Stunden im Stumpfsinn zusammen hocken,

mit Starrsinn die Diskussion abblocken.

Um die eigene Meinung zu beschwören,

so tun, als ob, den fremden Blödsinn anzuhören.

Jedoch mit Eigensinn ihn zu überhören.

Aber am Ende sich gemeinsam zu empören!

Prost Schwachsinn!

(Eigene Erfahrung)


No. 5148

2017-06-20 - 13:41
© 2006-2026 Gerd Peter Bischoff

( 276 )

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Was nützt der grandiose Gedanke,

wenn man ihn nicht artikulieren kann?

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Was bringt ein hervorragender Geistesblitz,

wenn er nicht in die Zeit passt?

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Was soll ein genialer Einfall,

wenn niemand sich mit ihm einlassen will?

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Was bewirkt eine brillante Idee,

wenn nur Deppen zuhören?

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In einer Zeit, in der sich alles der Verkäuflichkeit

unterziehen muss, bleibt der Erfolg nur

auf jene  Ideen  begrenzt, die:

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A)  der Mensch zum Leben braucht,

B)  zu denen man ihn leicht zwingen kann

C)  deren Früchte man knapp zu halten vermag