No. 10.045

2021-05-18 - 11:21
© 2006-2026 Gerd Peter Bischoff

DIE  SYMBIOSE

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Aus “Liebe“ hat der Vogel sich den Wurm genommen.

Der wäre sonst alleine nicht mehr weit gekommen:

Ob Vogel oder Wurm gemeint, das ist egal.

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Die Liebe dient so beiden.

Echte Liebe lässt Verschmelzen nicht vermeiden,

was zählt dabei schon Liebesqual?

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Der Wurm war giftig, was der Vogel gar nicht wusste,

und was er eigentlich vermeiden musste.

Die Folgen waren sehr fatal.

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Den Darm des Vogels hat es fast zerrissen!

Doch er war nur kurz bedrückt – hat dann gedrückt

und den Giftwurm im Fluge ausgeschissen.

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Die Erkenntnis ist hier ganz banal:

Prüfe Dich vorher, bei jeder Symbiose,

sonst geht’s daneben oder in die Hose.

Verhüten taugt hier allemal.

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Und jene, die unten standen, wissen alle,

dass die  Liebe  stets vom Himmel falle,

manchmal ungenießbar und doch real.


No. 10.024

2021-05-12 - 16:18
© 2006-2026 Gerd Peter Bischoff

VON  DEN  POETEN

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– Was man aus früheren Jahren noch kennt –

Wer Bücher verfasste, konnte fast 100 Prozent

seiner Kreativität in sein Werk investieren.

Brauchte keine Kraft und Zeit zu verlieren.

Es blieb beim Erdenken und kreativem Schreiben!

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Dann aber kamen erst scheibchenweise – später in Scheiben

wie folgt auch noch hinzu: Korrigieren, Formatieren,

Lektorieren, Computer Science, E-books generieren.

Dann Buchdesign, Typenschrift und Datenübertragung.

Lokale Leseproben, Leser-Test und Freundeskreisbefragung

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Flyerdruck, Marketing

und Auflagenwahrsagung,

Entwürfe, Cover, Bilderrechte,

Zündende Werbe-Ideen zielgerechte,

Zulauf, Verkauf, „Messelauf“, Presse auf

Lesungen und Vermarktung obendrauf!

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Und natürlich kam das übliche „Juristische“ mit dazu.

Doch selbst damit ist  noch lange  keine Ruh,

denn es kommt schlussendlich und hierzu

auch noch das Verlagsgesuche mit dazu.

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Dadurch bleiben

– nur noch 7 Prozent der Zeit –

überhaupt zum  kreativen Schreiben.

Da musste man noch Schriftverkehr betreiben

und dies dem Finanzamt unter seine Nasen reiben!

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Denn im Laufe vieler Jahre

begannen auf  seltsam  wunderbare

Art und Weisen diese Beschäftigungsweisen

der schreibenden Zunft sich in den Schwanz zu beißen.

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Das führte zu einer allgemeinen Schreibverhütung

durch obige Selbst- und Fremdbeschäftigung vor allem.

Deswegen ist die heutige Autorenvergütung

gerechterweise auch auf diese 7 Prozent gefallen!

7  Prozent pro Bucherlös. . . ansatzweise.

Bedauerlicherweise!

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Ich begann einmal als ein fleißiger Autor

und wurde unmerklich mit der Zeit ein Tor.

Heute bin nicht so blöd – jetzt bin ich ein Poet

Und das Ende der Geschichte -

heute schreibe ich liebend gern Gedichte