No. 2520

2016-06-10 - 19:06
© 2006-2026 Gerd Peter Bischoff

Die Weisen sind weder Optimisten noch

Pessimisten, sondern Ausgeglichene.

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Sie haben erkannt, dass Realität nicht gewusst

werden kann, sondern lediglich erspürt.

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Und die Wirklichkeit nur bewusst beobachtet,

emotional konstruiert und subjektiv erfahren wird.

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Ist der Optimismus die Scheuklappe der Erfolgreichen?

Oder vielmehr die Karotte der Unermüdlichen?

Oder die Courage der Verzweifelten?

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Ist das das Schlechte am Optimismus,

dass er sich stets selbst bestätigt?

ist das Gute am Pessimismus,

dass er sich stets selbst verhindert?

 

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Wie kommt das? „Gut“ und „Schlecht“ – „Vorteil“ und „Nachteil“ –„Richtig“ und „Falsch“ bilden stets eine Einheit, deren Summe Null ist. Der Optimist kann nicht anders: Er muss die optimistische Seite belegen, egal wobei. Das erzwingt seine Wahrnehmung, Prägung und Konditionierung: Er geht Risiken ein und wagt.

Der Pessimist ist ebenfalls zunehmend zwanghaft - aber pessimistisch. Er lebt sich nicht aus, vermeidet, nimmt nicht teil, wagt nicht – und das bedeutet Stillstand. Warum ist Pessimismus also „gut“? Weil er sich zu Erhalt seines Lebens doch bewegen muss. Jedoch vorsichtig, aber gelassen. Das verhindert Täuschung, ergo die Enttäuschung.

Warum ist Optimismus auf Dauer „schlecht“? Weil Optimismus Zweifel verhindert und drängt, Risiken eingeht und irgendwann, besonders nach langen optimistischen Phasen des Erfolges – grandios scheitert. Denn Optimismus sieht den kommenden Wandel nicht, die Brüche und Umwälzungen. Devise: Erfolgreich weiter machen wie bisher, bis zum unerwarteten Bruch.

Weisheit hingegen ist im Gleichgewicht und erkennt Not-wendigkeiten rechtzeitig, passt sich dem Wandel mutig an, agiert umsichtig und hat die Gesetze der Veränderungen erlernt, erfahren, bewältigt und vor allem selbst erlebt.


No. 2808

2016-06-10 - 04:33
© 2006-2026 Gerd Peter Bischoff

Nur wenn viele „Gute“ an „das Gute“ glauben

kann „das Böse“ erfolgreich sein Werk verrichten.

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„Die Guten“ müssen nur immer weiter aufgeteilt werden –

getrennt in Lager, Parteien, Denkrichtungen, soziale Schichten,

in religiöse Gruppen, Kasten, Klassen und Einkommensschichten:

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Schon lassen sie sich trefflich gegeneinander ausspielen, aufhetzen und

steuern. Ob innerhalb der Familien, der Clans, Völker, Länder, Nationen.


No. 0776

2016-05-31 - 18:10
© 2006-2026 Gerd Peter Bischoff

INSTRUMENTE  DER  EINSICHT

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Mit lauter Verve durch den Zorn

Mit gedämpften Nachdruck mit dem Verstand

Mit leiser Güte mittels der Weisheit

Im Schweigen durch die Stille der Offenbarung


No. 0765

2016-05-31 - 16:00
© 2006-2026 Gerd Peter Bischoff

Jeder Mensch hat weise Gedanken

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Diese Gedanken sind mit Liebe, Verständnis und Güte,

mit Vergebung, Wohlwollen und Weitsicht verbunden

Weil diese Attribute  Ausdruck der Weisheit sind

~ ~   •   ~ ~

Weise Gedanken werden jedoch von einem Teil

der Menschen nicht erkannt und

von einem anderen Teil vergessen

~ ~   •   ~ ~

Aber von den meisten Menschen

werden sie nicht geglaubt

Und von dem kleinen, verbleibenden Rest

setzt sie kaum jemand um


No. 0764

2016-05-31 - 11:50
© 2006-2026 Gerd Peter Bischoff

Es gibt keine Erziehung

Nur die Beispielhaftigkeit

Sowie Güte, Wertschätzung und Achtung

Wenn dann noch Wohlwollen und Demut

auf die Weisheit trifft . . .


No. 0505

2016-05-29 - 16:40
© 2006-2026 Gerd Peter Bischoff

Verständnis und Aufmerksamkeit

sind die Tugenden der Weisen,

liebevolle Milde und Güte ihre Gabe und

tiefes Mitgefühl und Nachsicht sind ihr Geschenk.