No. 1664

2016-06-09 - 12:55
© 2006-2026 Gerd Peter Bischoff

DER  TATTER  KREIST

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Und was im Leben sich so oft beweist,

dass man manchmal besser drauf sch. . .

Weil man vorher sowieso nix weiß!

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Leg dich in Ruhe also auf ein Abstellgleis

bis der Tod irgendwann deinen Namen weiß.

Ob er dich dann will oder nicht oder stufenweis'

ist doch wurscht – vor allem als alter Tattergreis.

Oder als Tattergreine – bitte weine – nicht leis'.

~~~

Aus meinem Gedichtband 1

> Mit Gedichten Humor belichten <

tredition  verlag  --    hamburg


No. 1665

2016-06-09 - 12:50
© 2006-2026 Gerd Peter Bischoff

AUF  DEM  GOTTESACKER

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Dumpfbacke

trifft Korinthenkacker

Der Kacker ist ein Hacker,

schlau, verschlagen, wacker,

ein seltsam dünner alter Knacker

~~~

Dumpfback‘ ist ein alter Möbelpacker,

und beklagt sein tägliches Geracker

im Wirtshaus bei Kerzenlichtgeflacker

„Was hackst du denn ab – Du Macker“?

„Korinthen auf dem Gottesacker“!

~~~

Da fragt der Hacker auch den Möbelpacker

„Und wo kackst du denn ab – du Schnacker“?

~~~

Der Hacker war der Tod, der alte Racker!

Sie tranken noch allerlei Absacker

Seither liegt der abgesackte Möbelpacker

begraben auf dem Kirchhofacker

~~~

Aus meinem Gedichtband 1

> Mit Gedichten Humor belichten <

tredition  verlag  - -  hamburg


No. 1666

2016-06-09 - 12:45
© 2006-2026 Gerd Peter Bischoff

Die allumfassende Heilung bringt der Tod:

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Er heilt uns von unseren Vorstellungen,

unserer Darbietung auf dieser Welt,

unseren Gedanken und Gebrechen.


No. 1667

2016-06-09 - 12:40
© 2006-2026 Gerd Peter Bischoff

Die schlimmste Strafe ist nicht die Todesstrafe,

sondern die künstliche Lebensverlängerung,

gefangen auf unbestimmte Zeit.


No. 1668

2016-06-09 - 12:35
© 2006-2026 Gerd Peter Bischoff

Wir sind – was wir wurden, weil wir jeden

Schritt aus dessen "Not"wendigkeit gingen.

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Wir werden – was wir waren: Tot.

Weil auch dieser Schritt eine Notwendigkeit ist.

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Wir bleiben – was wir sind:

Reisende auf dem Lebensweg.

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Jeder Schritt geschieht,

um eine mögliche Not abzuwenden.


No. 1669

2016-06-09 - 12:30
© 2006-2026 Gerd Peter Bischoff

Der Tod zieht dir die süßen Träume weg.

Aber auch deine gelebten Albträume,

und er zeigt dir deine wahren Leben.

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Der Tod ist unser Erlöser:

Spätestens hier beginnt das Verstehen.


No. 1670

2016-06-09 - 12:25
© 2006-2026 Gerd Peter Bischoff

Gute Neigungen pflegen!

Bei den schlechten halt‘ dagegen,

bevor  sie  dich  schlichtweg  verderben

~ • ~

Mit ihrer Erfüllung werden sie dich verfärben,

und all deine  Neigungen  werden mit dir sterben

~~~~~  Oder  ~~~~~

Schlechte Neigungen umgehen;

gute pflegen, wer sie erwirbt

Das Wissen verstehen,

dass alles mit seiner Erfüllung stirbt


No. 1671

2016-06-09 - 12:15
© 2006-2026 Gerd Peter Bischoff

Auf was können wir unsere Zukunft bauen?

Mit Zuversicht in die Lebenskraft,

mit Vertrauen in die Liebe.

Und mit Sicherheit in den Tod.


No. 1672

2016-06-09 - 12:10
© 2006-2026 Gerd Peter Bischoff

Wer von einer Bergspitze zur nächsten will,

fängt im Tal nicht zu zweifeln an, ob diese noch

da ist, obwohl sie lange aus den Augen verschwindet.

~~~~~

Warum sich also vor dem Tode fürchten?

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Das „Zeitliche segnen“:

Das ist eine ehrliche und punktgenaue Sprache.

Denn lange vor dem Ableben das Zeitliche zu segnen ist die

Voraussetzung für den friedlichen und leichten Übergang.


No. 1673

2016-06-09 - 12:05
© 2006-2026 Gerd Peter Bischoff

Erlebe es, sammle es, bring es,

und schenke alles Deinem Tod.

Es sind die Früchte Deiner Existenz,

ein Gemälde Deines Daseins.

~~~~~

Welche Ernte wirst du Deinem Tod mitbringen?

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Das Sein oder Nichtsein ist keine Frage!

Sondern ein sich abwechselnder Zustand des Ewigen.

Es gibt nur diesen. Bewusst sein oder nicht bewusst sein.

Geburt und Tod sind die Durchgänge zu gewollten Wirklichkeiten.