Arm und Reich erzeugen einander.
Recht und Unrecht gestalten einander.
Leben und Tod folgen einander.
Arm und Reich erzeugen einander.
Recht und Unrecht gestalten einander.
Leben und Tod folgen einander.
Angst macht unsere Würde unsichtbar,
denn Angst vor dem Tod hält uns gefangen.
Im Tod erfolgt die Erlösung von der Angst.
Das ist der Moment unserer größten Würde.
Der Tod erscheint wie die Ausweglosigkeit.
Und doch ist er der einzige Weg zur totalen Freiheit.
Die Erfahrungen unseres Lebens
mögen freudvoll oder leidvoll sein
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Sie sind in beiden Fällen aber sinnlos,
wenn die Erkenntnis ihrer Wahrheiten
und das tiefe Verstehen ihres Zweckes fehlen
Der Zusammenhang wird erst im Tod erkenntlich
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Umfassende Erkenntnisse kann nur das „Hohe Selbst“
erlangen. Und das bedeutet unser "Gesamtbewusstsein"
aus allen unseren bisherigen Existenzen und damit
die höchste Instanz unseres Wesens
Der Tod ist unser Erlöser:
Spätestens hier beginnt das Verstehen.
W O R T E Z U M A B S C H I E D
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Der frühe Abschied schmerzt,
der rechtzeitige tröstet,
der überfällige erfreut.
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Jeder Gedanke ist ein Zusammentreffen mit dem Jetzt.
Jede Erinnerung bleibt ein Abschied vom Gestern.
Jede Liebe wird ein Wiedersehen in der Zukunft.
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Die größte Sucht ist die nach Macht,
weil sie alle anderen Süchte ermöglicht.
Deswegen ist der Abschied
von ihr auch am schwersten.
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Der Argwohn öffnet einen Türspalt
für den Abschied der Zufriedenheit.
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Jeder nimmt auf seine Weise
Abschied von der Lebensreise.
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Der Abschied erklärt sich,
beeilt sich oder verzehrt sich.
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Ein Abschied bringt den Tod
manch lästiger Gewohnheiten.
Genau diese sind es auch,
die bei einem Wiedersehen am
fröhlichsten wieder Urstand feiern!
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Keinen Abschied genommen?
Das bleibt die unsichtbare Brücke
zu einem Wiedersehen.
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Abschied und Verlust
zeigen uns die wahren Werte.
Erster mit Wehmut.
Letzterer mit Schmerz.
Der Tod eines geliebten Menschen findet nicht statt!
Es ist nur ein längerer Abschied auf Zeit.
Was dabei aber stattfindet ist
die Erkenntnis der eigenen tiefen Einsamkeit.
Vertraue auf den Wandel
auf die Vielfalt – und auf den Tod.
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Der Tod bedeutet Verwandlung.
Wie die Liebe, die alle Veränderung hervorbringt.
Der Tod ist die Kehrseite der Liebe und damit ein Teil von ihr.
Leben ist relative (verkörperte) Liebe.
Der Tod ist die absolute (entkörperlichte) Liebe.
Probleme und Unrecht, unverhohlen,
dauern an, fast schon wie befohlen.
Das kann ein Leben lang sich wiederholen.
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Nur der Tod ist fähig, ganz verstohlen,
und fast unbemerkt auf leisen Sohlen
aus dem Elend dich herauszuholen